Migräne ist
ein sehr komplexes
Krankheitsbild. Migräneanfälle
treten gehäuft
zwischen der Pubertät
und dem fünfzigsten
Lebensjahr auf. Jede
fünfte Frau und
jeder fünfzehnte
Mann in Deutschland
ist davon betroffen.
Die Ursache von Migräneanfällen
ist ungeklärt.
Die aktuell akzeptierteste
Theorie nimmt Hormonschwankungen
(Serotonin) im Gehirn
an. Zumeist spielen
mehrere Faktoren eine
Rolle. Die Reizung
so genannter Triggerpunkte
kann die Anfälle
auslösen.
Bei der Faltenbehandlung
mit Botox wurde zufällig
ein interessanter
Nebeneffekt und damit
ein neuer Therapieansatz
für Migränepatienten
entdeckt.
Mimische Muskeln können
Falten verursachen. Botulinumtoxin
kommt bei der Faltenbehandlung
zum Einsatz, weil es das
Signal der Nerven zum Muskel
blockiert und so eine zeitlich
begrenzte Lähmung des
behandelten Muskels verursacht
wird.
Durch diese Lähmung
lassen sich im betroffenen
Bereich Falten aufheben
oder zumindest reduzieren.
Bei der Faltenbehandlung
der Stirn mit Botulinumtoxin
berichteten Migränepatienten
über eine Besserung
ihrer Beschwerden. Dabei
kann der Corrugatormuskel
von Bedeutung sein. Dieser
Muskel dient ausschliesslich
der Mimik und verursacht
die Zornesfalten zwischen
den Augenbrauen. Durch verstärkte
Aktivität drückt
er auf einen in der Tiefe
laufenden Nerv, welcher
die Anfälle auslösen
kann. Durch Lähmung
des Muskels mit Botulinumtoxin
kommt es zur Entlastung
des Nervs und des Triggerpunktes.
In Extremfällen kann
sogar durch eine chirurgische
Entfernung des Corrugatormuskels
wird der betroffene Nerv
nachhaltig entlastet werden.