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Wenn Kindersegen keine Selbstverständlichkeit ist...

Wer früher keine Kinder bekommen konnte, musste sich einfach damit abfinden oder die Möglichkeit der Adoption in Erwägung ziehen. In Deutschland ist heute ca. jede siebte Partnerschaft von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen.

Mittlerweile übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei der künstlichen Befruchtung nur noch 50 Prozent der mit dem Behandlungsplan genehmigten Kosten. Zudem werden auch nur noch maximal drei Versuche gestützt.

Kinderwunsch

Im Sommer 1978 wurde die Fortpflanzungsmedizin revolutioniert: in England wurde Louise Brown geboren - das erste Kind, das ausserhalb des Mutterleibes durch die so genannte In-vitro-Fertilisation gezeugt wurde. Heute kommen in Deutschland schätzungsweise 8000 Kinder jährlich zur Welt die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden.

Zur Anwendung kommen verschiedene Methoden:

Hormonstimulation

Bei einer hormonellen Stimulation werden Medikamente verabreicht, durch die die Eizellreifung angeregt und später der Eisprung ausgelöst wird. 36 Stunden später ist eine Befruchtung am wahrscheinlichsten, also der Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr optimal.

IVF, Insemination, GIFT

In den meisten Fällen ist mit künstlicher Befruchtung die so genannte In-vitro-Fertilisation (IVF) gemeint. Dabei werden der Frau in einer Operation Eizellen aus dem Eierstock entnommen und dann mit dem gespendeten Samen des Mannes in eine Petrischale gegeben. Die befruchtete Eizelle wird dann wieder in die Gebärmutter der Frau eingebracht.

Eine Variation stellt die Insemination dar bei der zum Zeitpunkt des Eisprungs die Samenzellen direkt in die Gebärmutter eingebracht werden. Je nach Ursache ist diese Methode in vielen Fällen ausreichend.

Beim „intratubaren Gametentransfer“ (GIFT) werden Partnern zunächst Ei- und Samenzellen entnommen und dann gemeinsam in den Eileiter eingebracht.

ICSI

Beim Mann kann beispielsweise die Spermienqualität beeinträchtigt sein, wenn er zu wenig gesunde und gut bewegliche Samenzellen produziert. Der Reproduktionsmedizin ist es gelungen, dass heute auch unfruchtbare Männer Kinder zeugen können. Die intracytoplasmatische Spermieninjektion, kurz ICSI, wurde Anfang der 1990er Jahre entwickelt. Statt mehrere Millionen Samenzellen ist bei dieser Technik nur noch ein einziges männliches Spermium für eine erfolgreiche Befruchtung notwendig. Das Spermium wird direkt in das Zytoplasma der Eizelle eingebracht und auch hier wird die Eizelle nach erfolgreicher Befruchtung in die Gebärmutter der Frau eingebracht.

Eizellspende und Präimplatationsdiagnostik

Eizellspende, Präimplantationsdiagnostik, Leihmutterschaft, therapeutisches Klonen sowie die Schaffung von embryonalen Stammzellen sind in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten.

In Südafrika ist die Eizellspende und die Präimplantationsdiagnostik erlaubt und es konnte schon vielen Frauen die in Europa wegen der teilweise strengen gesetzlichen Bestimmungen keine Hoffnung auf Kinder hatten, dieser Wunsch erfüllt werden.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns.

 

 
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